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Ein neuer Feiertag für Berlin – Internationaler Frauentag am 8. März

March 8, 2019

 

Die Hauptstadt hatte bislang im Ländervergleich die wenigsten gesetzlichen Feiertage. Bisher waren es 9, Bayern dagegen hat 13 Feiertage. Zuletzt hatten Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen einen weiteren gesetzlichen Feiertag eingeführt. Dort ist seit letztem Jahr der Reformationstag am 31. Oktober arbeitsfrei. Nun hat Berlin nachgezogen und als erstes Bundesland den Frauentag am 8. März zu einem arbeitsfreien Feiertag gemacht.


Worum geht es beim Weltfrauentag eigentlich?


Heutzutage haben Frauen und Männer in westlichen Ländern dieselben Rechte, zumindest nach dem Gesetz. Dennoch kann man immer noch nicht von einer vollkommenen Gleichbehandlung sprechen, auch wenn sich vom ersten Weltfrauentag bis heute viel getan hat. Der neue Feiertag soll weiterhin an die Ungerechtigkeit gegenüber Frauen erinnern – Frauen kämpfen seit Jahrhunderten für ihre Rechte: bessere Arbeitsbedingungen, gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit und die Gleichstellung der Frau. Der Kampf um Gleichstellung gehört demnach noch längst nicht der Vergangenheit an und bleibt weiterhin notwendig, um Diskriminierungen sichtbar zu machen und frauenpolitische Rechte einzufordern.


Die Geschichte des Internationalen Frauentags in Deutschland


Begonnen hat alles in der Zeit um den Ersten Weltkrieg, als Frauen sich mehr und mehr um die Gleichberechtigung und für das Frauenwahlrecht einsetzten. Auf Initiative der deutschen Sozialisten Clara Zetkin, die sich 1910 auf der „Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz“ für die Einführung eines internationalen Frauentages einsetzte, folgte am 19. März 1911 der erste Frauentag in Deutschland, Dänemark, Österreich-Ungarn sowie der Schweiz.

 

Von den Sozialdemokraten und den Gewerkschaften unterstützt übertraf der Erfolg des ersten Frauentages alle Erwartungen. Allein in Berlin kamen 45.000 Frauen, vor allem Sozialistinnen zusammen. Zu den Forderungen von 1911 gehörten: Kampf gegen den imperialistischen Krieg, Wahl- und Stimmrecht für Frauen, Arbeitsschutzgesetze, ausreichender Mutter- und Kinderschutz, Achtstundentag, gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung und die Festsetzung von Mindestlöhnen.


Zehn Jahre später, im Jahr 1921, legte die 2. Kommunistische Frauenkonferenz den Weltfrauentag endgültig auf den 8. März fest – in Anlehnung an den 8. März 1917 (nach dem alten russischen Kalender am 23. Februar), den Tag, an dem in Russland Frauentagsdemonstrationen den Auftakt zu einer massiven Streikwelle im ganzen Land machten und den Beginn der Februarrevolution auslösten. Andere Quellen führen den Streik von Textilarbeiterinnen am 8. März 1908 in einer New Yorker „Cotton“ Fabrik, bei dem es um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen ging, als Ursprung für den Weltfrauentag an.


Während des Nationalsozialismus (1933 – 1945) wurde der Internationale Frauentag verboten und durch den Muttertag ersetzt. In der DDR wurde dieser am 8. März 1946 wieder eingeführt, während er in der BRD erst in den 60er Jahren stärker ins Bewusstsein rückte.


1977 beschloss die UN-Generalversammlung den 8. März als Internationalen Frauentag anzuerkennen.


Der Frauentag als gesetzlicher Feiertag


In vielen Ländern ist der 8. März bereits ein Feiertag. Wenn in Russland der 8. März auf einen Samstag oder Sonntag fällt, dann ist der Montag automatisch frei und in China bekommen die Frauen den Nachmittag frei.

 

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: lpb-bw.de/08_maerz_frauentag

 

 

Quelle Foto: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (März 2018 Internationaler Frauentag)

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