YADEGAR ASISI PANORAMA
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Veranstaltungstipp: Berlinale 07.–17.02.2019

February 6, 2019

 

Die 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin, kurz: Berlinale, zählt neben Cannes und Venedig zu den drei großen Film-Festivals, hat aber die Besonderheit, dass unter den internationalen Besuchern nicht nur Fachpublikum, sondern auch tausende Filmfans zu finden sind. Zum 18. und letzten Mal findet die Berlinale unter der Leitung von Dieter Kosslick statt. Ab 2020 sind dann Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek als Doppelspitze verantwortlich. 

Innerhalb von 10 Tagen werden bis zu 400 Filme in verschiedenen Sparten und Genres gezeigt und rund 300.000 Tickets an das Publikum verkauft. 

Zur diesjährigen Jury-Präsidentin der Berlinale wurde die französische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche gewählt. Sie war die erste europäische Schauspielerin, die sowohl auf dem Filmfestival in Berlin als auch in Venedig und Cannes ausgezeichnet wurde. 

Doch wie genau läuft die Berlinale ab, welche Kategorien gibt es im diesjährigen Berlinale-Angebot und was wird konkret verliehen?

Wettbewerb: Die Kategorie „Wettbewerb“ ist das Herzstück der Berlinale, in denen auch die Preise „Der Goldene Bär“ für den besten Film und die Silbernen Bären für das beste Drehbuch, die beste Regie und für die Schauspieler verliehen wird. Es werden ausschließlich Filme gezeigt, die innerhalb der letzten 12 Monate vor Festivalbeginn produziert und noch nicht außerhalb ihrer Ursprungsländer aufgeführt wurden.

Von den 17 Wettbewerbsfilmen sind sieben unter weiblicher Regie und zehn unter männlicher Regie entstanden. Die dänische Regisseurin und Drehbuchautorin Lone Scherfig präsentiert in diesem Jahr den Eröffnungsfilm ‚The Kindness of Strangers‘, einem zeitgenössischen Drama, mit Charakteren, die alle auf ihre eigene Art und Weise damit ringen, den New Yorker Winter zu überleben. Scherfig gewann bereits 2001 mit Italienisch für Anfänger den Silbernen Bären.

 

Berlinale Shorts:

Die Sektion wurde 2006 ins Leben gerufen und mittlerweile laufen jährlich circa 30 Kurzfilme. Auch hier handelt es sich um Welt- und internationale Premieren, die um den Goldenen und Silbernen Bären konkurrieren. Der Goldene Bär berechtigt gleichzeitig auch zur Teilnahme am Wettbewerb um den Kurzfilm-Oscar.

 

Panorama:

Das „Panorama“ gehört seit 1986 zum offiziellen Berlinale Programm und ist die einzige Sektion mit einem Publikumspreis. Schwerpunkte sind das Arthouse-Kino und der Autorenfilm.

 

Forum und Forum Expanded:

Beide sind vom Arsenal-Institut für Film und Videokunst kuratierte und organisierte unabhängige Programme im Rahmen der Berlinale und stehen für Reflexion des Films als Medium, gesellschaftlich-künstlerischer Diskurs und ästhetischen Eigensinn.

 

Generation:

In dieser Sektion wird eine aktuelle Auswahl an internationalen Spiel- und Kurzfilmen gezeigt, die speziell an Kinder und Jugendliche gerichtet sind. Eine elfköpfige Kinderjury verleiht den Gläsernen Bären an je einen Spiel- und einen Kurzfilm. 

 

Perspektive Deutsches Kino:

Hier werden etwa zwölf Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilme gezeigt, die aus 250 Bewerbungen ausgewählt wurden. Die Sparte wurde unter Dieter Kosslick eingeführt und eröffnet verschiedene Perspektiven auf die deutsche Filmlandschaft.

 

Berlinale Special:

Der facettenreichste seit 2004 eingeführte Teilbereich zeigt aktuelle Filmprojekte als auch Wiederaufführungen von klassischen Werken der Filmgeschichte und Produktionen zu aktuell-brisanten Themen oder Festivalschwerpunkte. Der Friedrichstadtpalast dient als zentrale Spielstätte.

 

Berlinale Series:

Die Berlinale war 2015 das erste große Film-Festival weltweit, dass eine eigene Reihe für Fernsehserien ins offizielle Programm einführte. Im Zoo Palast können die ersten Blicke auf die spannendsten neuen Serienproduktionen geworfen werden.

 

Die Retrospektive zeigt seit 1951 ein filmhistorisches Programm. Im Rahmen der Retrospektive wird jährlich eine Hommage veranstaltet, wobei eine große Persönlichkeit für ihr Lebenswerk mit einem Goldenen Ehrenbären geehrt wird. In der Sparte Berliner Classic werden digital restaurierte Filmklassiker und Wiederentdeckungen in Erstaufführung gezeigt. 

 

Kulinarisches Kino:

Die 2007 eingeführte Filmreihe befasst sich mit der Schnittstelle Kino, Kochen und Nahrungsmitteln, in denen die angenehmen, aber auch dunklen Seiten des Essens thematisiert werden. 

 

In der Reihe Berlinale Goes Kiez werden insgesamt 16 Langfilme und 5 Kurzfilme aus 8 verschiedenen Sektionen in verschieden Programmkinos gezeigt. Dort findet dann auch ein Austausch zwischen den Filmschaffenden und dem Publikum statt. Dieses Format wurde 2010 zum 60. Jubiläum des Festivals ins Leben gerufen und soll eine Würdigung an die Programmkinos und deren Publikum sein. 

 

NATIVe – A Journey into Indigenous Cinema:

Die Sonderreihe widmet sich den filmischen Erzählungen indigener Völker.

 

Das gesamte Programm der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin ist ab dem 29. Januar 2019 auf folgender Seite einsehbar: berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/

 

 

Quelle Foto: Berlinale Pressefotos/Plakate

 

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