Ein neuer Feiertag für Berlin – Tag der Befreiung am 08.05.2020




Nachdem Berlin bereits im letzten Jahr einen weiteren Feiertag, den Frauentag am 8. März, eingeführt hat, dürfen sich die Berliner auch dieses Jahr über einen neuen Feiertag freuen. Die Berliner Landesregierung hat den 8. Mai 2020 zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges, einen einmaligen Feiertag ausgesprochen.

Was genau geschah eigentlich vor 75 Jahren? Am 8. Mai 1945 um 23:01 Uhr wurde im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst die offizielle Kapitulation Deutschlands gegen die alliierten Mächte der Sowjets, Amerikaner, Franzosen und Briten erklärt. Das Datum markiert aber nicht nur das Ende des Zweiten Weltkriegs, sondern auch den Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und den Grundstein für den Aufbau Europas.

Wo ist der 8. Mai ein Feiertag? Auch in Brandenburg sollte der Tag der Befreiung ein gesetzlicher Feiertag werden. Dies konnte aber nicht durchgesetzt werden und so gilt der 8. Mai in Mecklenburg-Vorpommern und seit 2015 in Brandenburg als offizieller Gedenktag. In allen anderen Bundesländern gilt der 8. Mai als normaler Arbeitstag. In Frankreich, Tschechien und der Slowakei hingegen ist der 8. Mai bis heute ein offizieller Feiertag und in den Niederlanden wird der „Bevrijdingsdag“ bereits am 5. Mai begangen. In Russland feiert man den „Tag des Sieges“ erst am 9. Mai, welcher auch dort ein gesetzlicher Feiertag ist. Im angloamerikanischen Sprachraum wird der Tag auch als V-E-Day (Victory in Europe Day) bezeichnet.

Kontroverse in der Betitelung des Feiertags. Für all diejenigen, die erleichtert darüber waren, dass der Zweite Weltkrieg endlich ein Ende genommen hatte, weil Sie entweder in den Ländern lebten, die durch die deutschen Truppen besetzt und unterdrückt wurden, zu den Menschen gehörten, die vom NS-Regime verfolgt oder zu Kriegsgefangenen, Insassen von Konzentrationslagern und Zwangsarbeitern gemacht wurden, ist die Benennung „ Tag der Befreiung“ bezeichnend. Für viele Deutsche hingegen begann eine Zeit der Angst vor einer ungewissen Zukunft, die Auseinandersetzung mit Not und Verzicht, die Angst vor Vertreibung aus der Heimat und jahrelanger Kriegsgefangenschaft und der Recht- und Schutzlosigkeit. Hätte man dem 8. Mai vielleicht einen anderen Namen geben sollen?




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